Gewitter, Blitzschlag, Regen und Hagel brechen über Tirol herein während wir warm und trocken in den Betten des Hotel Feuerstein schlummern. Wir schrecken auf. Für einen Augenblick ist das Zimmer hell erleuchtet. Das Donnern folgt sogleich. Erst das gleichmäßige Geräusch des niederprasselnden Regens lässt uns wieder einschlafen.

Morgns ist der Spuk vorbei. Nur zahlreiche Pfützen und Hagelkörner am Wegesrand erinnern noch an das Wüten in der Nacht. Die Sonne brennt schon wieder vom Himmel herab uund trocknet Fels und Trail. Schnell steigen wir vom Pflerschtal in Richtung Ladurner Hütte aufund erreichen den Dolomier Weg. Er ist nach dem Namensgeber der Dolomiten benannt und schlengelt sich panoramareich auf ca. 1800 hm an Hängen und Bergflanken entlang.

Es geht ständig auf und ab während wir uns in Richtung Rosskopf bewegen. Es sind nur wenige Wanderer unterwegs. Wir genießen die Landschaft und die Ruhe um uns.
Mal ist der Weg gut fahrbar, dann folgen wieder Schiebestellen mit Holsstufen und engen aufwärtsführenden Spitzkehren. Zu Beginn des Weges haben wir Aussicht zurück auf Tribulaun und Grubenkogel. Dann sehen wir auf den Brenner Grenzkamm und das Schlüsseljoch. Später runter nach Sterzing und über Hochspitze und Zunderspitze. Nach jeder Kurve verändert sich das Panorama. Einige Quellwolken hängen zwischen den Gipfeln. Ansosnten haben wir wieder strahlend blauen Himmel und Sonnenschein.

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Der Höhenweg liegt teilweise im Wald, oftmals geht er aber auch über saftige Wiesen und Hänge. Wir fahren auf der Höhe bleibend bis tief ins Riednauntal hinein. Wir sind ja auf einer Trail Transalp und wollen die Straße im Talgrund vermeiden. Obwohl wir einige Mal schieben müssen und auch an einer Stelle ziemlich kompliziert über einen Bach tragen müssen genießen wir den Weg.

Am Hotel Gassenhof kamen wir schon um 14 Uhr an. Viel zu früh eigentlich um einen Transalp Etappentag zu beenden. Doch ein Anruf auf dem Schneeberghaus belehrt uns, dass dieses bereits ausgebucht ist. Wir beschließen noch vorzurollen bis zum Bergwerksmuseum am Schneeberg. Das wollte ich mir schon lange mal genauer anschauen. Der Museumsleiter gibt uns freudig ein Interview. Der ganze Schneeberg ist praktisch durchzogen von Stollen und Schächten. Eine ausführliche Führung kann über 7 Stunden dauern. Das nehme ich mir für ein andermal vor.

In der Zwischenzeit ist es auch schon 16 Uhr und wir fahren zurück ins Hotel Gassenhof. Die Schneebergscharte wollen wir gleich morgen früh um 7 Uhr angehen. MIt frischen Kräften und hoffentlich auch wier in der schönsten Sommersonne.

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Ein Bericht von Roland Schymik, Dipl. Ing. Audiovisuelle Medien (FH) und Redakteur bei AtelierBusche.MEDIA

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