Wenn ich wirklich gelähmt gewesen wäre, dann hätte ich auch den Unfall nicht überlebt, glaub ich. Ich hab gefragt, ob es sein wird, dass ich nachher wieder gehen kann und die Ärzte haben gesagt: nein!

30 Meter, einen Sturz aus dieser Höhe hat Andrea Maruna im Jahr 2006 überlebt. Und nicht nur das, sie klettert gegen die damalige Vorhersage ihrer Ärzte dennoch wieder & besser als zuvor. Bezogen auf ihr Geburtsdatum 01.04. 1978 ist Andrea Maruna ein Aprilscherz und vermutlich hat ihr heiteres und zuversichtliches Gemüt einen entscheidenden Teil dazu beigetragen, dass sie heute dort ist, wo sie ist. In der Reihe der besten Sportkletterinnen Österreichs.

Aufwind hatte Angelika Rainer nicht nur beim Videodreh, sondern auch die Jahre 2008/2009 waren für die junge Südtirolerin sehr ereignisreich. Ihr bisher größter Erfolg ist der Sieg bei der Eiskletterweltmeisterschaft 2009 in Saas Fee, Schweiz. In der Gesamtwertung des Weltcups 2009 kam sie auf den 2. Rang. Im Herbst 2008 gelang ihr als erste Frau die Mehrseillängenroute „Italia 61‘‘ am Piz Ciavaces in den Dolomiten, mit Schwierigkeiten bis zu 8a. Somit hat sie auch im Alpinklettern erfolgreich ihren Einstand gefeiert.

Andrea_MarunaIn 30 Meter / Aufwind, einem stimmungsvollen Kletterkurzfilm, erzählen Andrea Maruna und Angelika Rainer während eindrucksvoller Aufnahmen, wie sie es geschafft haben mit der Angst nach einem Kletterunfall umzugehen. Die Athletinnen aus dem SALEWA alpineXtrem Team lassen uns an den Erlebnissen aus ihren Karrieren teilhaben. Die Erzählungen, von ihrer Liebe zum Sport, von positiven sowie negativen Erfahrungen zeigen uns, dass man am besten nach höherem streben kann, wenn man mit beiden Beinen fest am Boden steht… „Klettern ist weit mehr als eine Sportart — es ist Lifestyle, ein Lebensgefühl, welches helfen kann, das Auf und Ab des Daseins zu meistern‘‘ fasst Marco Sutter, Marketingleiter SALEWA Österreich die Idee das Filmprojekts zusammen. Gemeinsam mit Sebastian Wöber und Rosalie Hübl, zwei jungen Filmemachern von der Filmakademie in Wien hatte man sich zum Ziel gemacht, einen 10- 15 Minuten langen Kurzfilm zu produzieren, der durch seine Qualität und Tiefe einen großen Schritt weiter geht als andere Kletterfilme. In gelungenen Aufnahmen wird eine einmalige Atmosphäre geschaffen, die den Zuschauer an den Kletterbewegungen und Erzählungen der Protagonisten teilhaben lässt.

Der Film wird im Rahmen der diesjährigen Extrem Sport Filmnacht (www.esfn.at) sowie beim Bergfilmfestival in Salzburg (www.daskino.at) gezeigt. Weiters ist der Film bei der Viennale und der Diagonale eingereicht. Unter www.andreamaruna.com und www.angelika-rainer.com findet man weitere Informationen zu den Athletinnen bzw. unter www.neonfilm.at zum Regisseur.

Quelle Text und Bilder: Salewa