Test: Garmin Oregon 550t und Dakota 20
Im Rahmen einer GPS-Schulung konnten wir letzte Woche zum ersten Mal die beiden neuen Top Outdoor-GPS von Garmin testen. Die Bedingungen waren “ideal” und wir dachten nicht, dass uns Garmin bei diesem Sauwetter mit den neuen Geräten draußen spielen lässt. Immerhin war das Dakota 20 das einzige Gerät in Europa und muss noch nach Friedrichshafen zur Outdoor. Man sieht also, dass Garmin sehr selbstbewusst zu ihren beiden neuen Geräten steht und das nicht zu unrecht. Outdoorgeräte müssen nun mal bei jedem Wetter draußen funktionieren und da macht Garmin auch keine Ausnahmen bei Vorabserien. Das Garmin Dakota 20 und Oregon 550t trotzten jeden Sturzregen und davon gab es an diesem Tag einige.
Oregon 550t vs.Dakota 20
Wenn man die beiden GPS Geräte nebeneinander hält, fällt sofort der Größenunterschied auf. Das Oregon 550t hat die von den Oregons gewohnten Abmaßen, wohingegen das Dakota 20 richtig hosentaschenfreundlich in den Maßen ausfällt. Und genau hier werden sich schon zum erstan Mal die Zielgruppen scheiden.
Das Oregon ist eindeutig für Leute, die ein großes Display bevorzugen und mit dem Gerät viel “arbeiten”. Also zum Beispiel Geocacher. Auch die eingebaute 3,2 Megapixel Autofokuskamera macht gerade bei dieser Zielgruppe viel Sinn. Mit der Fotofunktion sind interessante neue Spielweisen möglich. So kann z.B. ein Bild abgelegt auf einer Micro SD Karte den entscheidenen Hinweis auf einen Cach geben. Aber auch Wissenschaftler werden die Geotagging-Funktion für Dokumentarische Zwecke schätzen. Freilich ersetzt das Oregon 550t keine richtige Kamera, aber die Aufnahmequalitäten sind durchaus auf gutem Niveau, sofern genug Licht vorhanden ist – was ja im Freien oft der Fall ist. Auch der Bildschirm ist auf die Fotofunktion optimiert und besitzt eine glattere Oberfläche als die bisherigen Oregon Geräte. Dadurch werden zwar die Bilder und auch alles andere knackiger dargestellt, jedoch kann man sich auch ordentlich beim Ausrichten im Sonnenlicht “verblitzen”, da das Display trotz sicher aufwendiger Entspiegelungsverfahren dennoch spiegelt. Man kennt dies ja von Notebooks und Flachbildschirmen. Ich persönlich habe für “Schminkspiegeloptik” nicht viel über, aber wenn selbst Apple seine Geräte nur mit Spiegeloptik verkaufen kann, werde ich wohl von Ergonomie nicht viel verstehen.
Die Rückreflektierenden Displays lassen sich aber wenn sie mal richtig ausgerichtet sind sehr gut auch in heller Umgebung ablesen. Garmin geht hier weiter die Strategie, lieber auf die Hintergrundreflektion zu setzen, als das Umgebungslicht mit viel Energie zu überstrahlen. Dies macht auch Sinn, denn in gleißender Sonne versagt selbst die stärkste LED Beleuchtung. Auch die Empfindlichkeit bei der Eingabe scheint noch etwas gesteigert worden zu sein. Dies gilt auch für das Display vom Dakota.
Ebenfalls neu ist sowohl beim Oregon 550, also auch beim Dakota 20 der elektronische Drei-Achsen-Kompass. Dadurch muss man das Gerät bei der Navigation im Stand nicht mehr wie einen normalen Kompass genau waagerecht halten.
Beide Geräte haben auch einen barometrischen Höhenmesser an Board. Die Verbindung zum PC erfolgt über einen USB2 Anschluss. Die drahtlose ANT™ Datenübertragung verbindet die beiden mit anderen kompatiblen GPS Geräten und den optionalen Herzfrequenz- und Trittfrequenzmesser.
Doch der entscheidende Unterschied zwischen Oregon und Dakota ist die Größe. Das Dakota 20 ist ein echtes Hosentaschen-GPS. Und genau das werden Wanderer, Bergsteiger und auch Biker schätzen. Denn ansonsten bietet das Dakota 20 alles, was z.B. ein Oregon 300 auch hat und noch etwas mehr. Dazu zählen der schon erwähnte elektronische Drei-Achsen-Kompas sowie eine längere Betriebsdauer von bis zu 20 Stunden. Das ist vor allem dem etwas kleineren Display zuzuschreiben. Jedoch sind 2,6 Zoll keinesfalls zu klein! Die Darstellungsqualität ist ebenfalls knackig wie beim Oregon 550. Auch die Eingabe am Toutchscreen funktioniert auf dem kleineren Display sehr gut, wie man im Video erkennen kann (selbst wenn es tropfnass ist). Davon werden vor allem Österreicher und Schweizer momentan profitieren, die mit der aktuellen Topo Österreich (hier geht es zu unserem Testbericht) und Topo Schweiz die wohl modernsten Garmin-Outdoorkarten Europas am Gerät betreiben und auch im Gelände per Namenseingabe sich routen lassen können.

Die Abbildung mit abgenommenen Batteriedeckel zeigt wie kompakt das Dakota GPS gebaut ist. Die Batteriegröße beträgt wie bei den Oregon Geräten AA. Unter den Batterien ist der Micro SD-Steckkartenschacht und hinter der grauen Abdeckung oberhalb der Batterien befindet sich ein USB Anschluss.
Das Dakota 20 hat uns von Anfang an voll überzeugt. Das Handling ist vorbildlich und hat gegenüber dem größeren Oregon nichts eingebüßt. Erfreulich ist, dass selbst Zubehör für den Oregon wie die Fahrradhalterung auch mit dem Dakota zusammen passen. Die Steigerung der Batterielaufzeit ist positiv, wobei ein Reservesatz Batterien bei längeren Touren leicht mitgenommen werden kann. Für den empfohlenen Verkaufspreis von € 349,- bekommt man sehr viel geboten.
Die Redaktion verleiht Garmin für das Dakota 20 den Freizeitalpin Editors Choice Award.

Das Garmin Dakota 20 GPS Gerät sollte im September 09 überall erhältlich sein. Die Abbildungen die wir im Zuge unseres Testes gemacht haben, zeigen ein Vorserienmuster, dass optisch noch nicht ganz dem Dakota 20 Serienmodell entspricht. So sieht man z.B. die gelbe Displayabdeckung vom Dakota 10, die beim Dakota 20 rotbraun wird. Eine Manipulation der Fotos widerstrebt uns im Zuge eines Testes, weshalb die Bilder so gezeigt werden, wie sie sind.
Weitere Informationen zum Gerät fiden Sie ab dem Auslieferungszeitpunkt auf den jeweiligen Seiten von Garmin:
www.garmin.at
www.garmin.ch
www.garmin.de
Linktipp: Mehr Artikel zum Thema Outdoor GPS auf Freizeitalpin
Testbericht: Satmap Active 10













Danke für die ersten Eindrücke. Gibt es beim Dakot eigentlich auch die Möglichkeit verschiedene Profile (wie beim Oregon) zu nutzen?
Die neuen Displays scheinen mir allerdings deutlich mehr zu spiegeln als bei den alten Oregon 200/300/400…
Gruß
Volker
Hallo Volker, der Dakota ist identisch zum Oregon. Auch die Profile sind gleich. Nur dass der Dakota nun in die Hosentasche passt.
Das neue Display ist gewöhnungsbedürftig. Aber man lernt sehr schnell mit dem Umgebungslicht zu arbeiten. Man muss es einfach akzeptieren, dass dies auch ein Weg ist, Inhalte auf einem Display sichtbar zu machen und es ist ein sehr energiesparender. Der Touchscreen benötigt ja ohnehin mehr Energie. Es ist aber mühsam über die für und wider zu diskutieren, denn bei den Notebooks ist es ja schließlich auch das selbe Problem und trotzdem kauft der Konsument mehr “Schminkspiegel” als Arbeitsgeräte. Würde die Hintergrundbeleuchtung dominierender sein, wäre der matte Display ein absolutes Muss. Mit Umgebungslicht hat der Spiegeldisplay aufgrund des besseren Kontrastes sogar Vorteile. Letztendlich wird es aber auch hier eine Geschmacksache sein und der Konsument die Entscheidung tragen. Gerade im Fall des Oregon 550 hat man ja eine Alternative, wenn man auf die Fotofunktion nicht unbedingt angewiesen ist. Und das Dakota ist ein Gerät, dass besonders gut für Wanderer und Bergsteiger geeignet ist. Dort ist es ohnehin notwendig, sich auch mit dem Kopf zu orientieren und das Gerät als Backup zu sehen! Obwohl man immer noch Zeitgenossen sieht, die mit der Maximalzoomstufe mit dem GPS Gerät in der Hand oder auf der Lenkstange wie ferngesteuert durch die Gegend schreiten. Aber das wird eine eigene Geschichte!
Wie sieht die Sache für Mountainbiker aus, am Rad ist das Gerät ja in einer fixen Position.
Kann man davon ausgehen, dass man bei entsprechendem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen immer mal wieder wie durch einen Spiegel geblendet wird, bzw. man das Display noch schlechter ablesen kann als bei den “alten” Oregons?
Falls dies so ist, ist das Gerät für Radfahrer nicht nur untauglich, sondern wird durch Blendungen geradzu gefährlich …
Franz, ich hab z.B. schon unzählige Radcomputer gesehen, die ein glattes LCD Display hatten und hab noch nie jemanden deshalb vom Rad fallen sehen ;-)
Das Display reflektiert stärker als das der alten Oregons. Dafür ist es aber auch kontrastreicher und somit meist besser ablesbar. Ich hab das in der Produktbeschreibung etwas spitz formuliert, da ich generell “Schminkspiegel” für überflüssig halte und ich davon überzeugt bin, dass man sie vermeiden kann. Jedoch wird man andauernd damit konfrontiert, egal wo und es nervt. Aber nicht die Hersteller haben beschlossen, dass “Clear” besser ist, sondern der Kunde hat es mit entsprechenden Kaufzahlen belegt. Es sieht “edler” aus. Ist natürlich Topfen (Quark) wie ein Display im ausgeschalteten Zustand aussieht. Es sollte um die Ergonomie gehen.
Aber auch das Satmap Active 10 hat eine Spiegeloberfläche und die ist fast doppelt so groß wie beim Dakota. Bin damit auch Biken und hatte ebenfalls noch nie das Problem dass es mich aus den Sattel blendete.
Trotz dem dass es extrem hell ist, finde ich das Oregon im knalligen Sonnenlicht besser, denn da nutze ich dann die Rückreflektion und verzichte ganz auf die Beleuchtung. Das ergibt nicht so schöne Farben, aber ich erkenne was ich erkennen muss! Ich hatte beim Radln mit dem Oregon eigentlich immer nur Probleme, wenn ich meine dunkle Brille auf hatte. Jetzt hab ich eine mit Verlauf und mit der klappt es wunderbar. Ich denke nicht, dass es mit dem Dakota schlechter wird. Lassen wir es mal auf den Markt kommen, dann werde ich gerne eine Testfahrt mit dem MTB nachholen.
hallo, gibts bei den garmins eine “tastatursperre” so dass nicht bei jeder unbeabsichtigten berührung des touchdisplays eine funktion aufgerufen wird??
ist es möglich je nach befestigung das display um 180° zu drehen??
gruß heiko
Eine Tastatursperre hat das Dakota, siehe hier:
http://www8.garmin.com/manuals/Dakota10_OwnersManual.pdf
Zu den 180° steht leider nichts drin (oder ich habe es überlesen).
Viele Grüße
Peter
PS: Wie dumm, dass ich mir erst vor zwei Wochen ein Vista HCx gekauft habe.
[...] Dakota 10 und 20 [...]
oregon 550t
hallo!
wie kann ich die wassertemperatur messe
dank!
am besten geht es mit einem thermometer. ich nehme auch oft meine suunto-uhr und lege sie 5 min. ins wasser. aber was bitte hat die wassertemperatur mit einem navigationsgerät zu tun? nimmst du ein navigerät zum schwimmen?
Hallo
Habe mit GPS Geräten keinerlei Erfahrung.
Mich würde mal interessieren inwiefern die vorinstallierte Europakarte bei dem Oregon 550t wirklich etwas taugt.
Wir haben nämlich eine Trekkingtour in der Türkei (Taurusgebirge) geplant. Leider gibt es keinerlei Karten für dieses Gebiet.
Jetzt die Frage, lohnt es sich dafür das Oregon 550T (wegen der Karte) zu kaufen oder reicht dann auch das Dakota 20 ohne vorinstallierte Karte.
Ich würde mich über eine Antwort reuen.
Danke Martin
hi,
ich moechte mir ein GPS zulegen, und es wird wohl entweder das oregon 550t oder das dakota 20 werden, wobei ich nicht 100% den technischen unterschied dieser beiden erkenne. ausser, groesse, vorinstallierte topo karte und laut manual eine 3D ansicht des 550t.
wenn ich eine topo karte nachinstalliere, muesste das dakota doch die gleiche funktionalitaet bieten, oder?
navigation, routing und betrachten des installierten topo-kartenmaterials ist bei beiden gleich, oder?
was bringt diese 3D-Ansicht des 550t oder hat das dakota die auch?
gibts da sonst noch unterschiede der beiden – achja ausser den preis :)?
danke && gruss
chrisitan
[...] Die Testberichte zu den beiden Geräten inkl. Videos und Bilder finden Sie hier: Oregon 450 Dakota 20 [...]
[...] Editors Choice Award für Garmin Dakota 20 + Test von Garmin 550t [...]