Weltcup der Skibergsteiger in Claut/Italien
Am vergangenen Wochenende fand oberhalb des Städtchens Claut in Julisch Venetien der zweite Weltcupbewerb der Skibergsteiger in dieser Saison statt. Im Rahmen des bekannten Tourenski-Rennens „Transclautana“ ritterten sich neben 200 Amateuren auch rund 70 Weltklasseathleten um Punkte für den Weltcup.
Für Österreich am Start waren 1 Dame und 4 herren des Nationalteams: Michaela Essl (Abtenau/Salzburg), Wolfgang Klocker (Lienz/Tirol), Alexander Lugger (Maria Luggau/Kärnten), Thomas Rohringer (Gosau/Oberösterreich) und Markus Stock (Bischofshofen/Salzburg).
Das Rennen führte über etwa 1.500 Höhenmeter im Anstieg und 1.700 Höhenmeter in der Abfahrt mit 5 Anstiegen und 5 Abfahrten sowie 2 alpine Kletterpassagen, auf denen die Ski auf dem Rucksack mitzutragen waren. Gewöhnungsbedürftig für die Österreicher war die eher ungewöhnliche Anlage der Spur zum Großteil im dichten Wald. Speziell die Abfahrten waren dadurch relativ gefährlich, Konzentration war gefragt. Insgesamt war das Rennen sehr technisch, was den Österreichern grundsätzlich sehr gut liegt, sind sie doch alle Alpinisten. Den internationalen Spitzenathleten konnten die rot-weiß-roten Athleten diesmal allerdings nicht allzu sehr gefährlich werden, das letzte Quentchen wurde auf der Abfahrt nicht gegeben, erzählt Teamchef Alexander Lugger: „Die Abfahrten waren teilweise sehr schwierig, wir haben da lieber etwas Gas rausgenommen, statt einen Sturz oder eine Verletzung zu riskieren und die Saison aufs Spiel zu setzen.“
Kein Zögern gab es offenbar bei den Siegern des Rennens: bei den Herren ging die Entscheidung an Florent Troillet (SUI) in 1:46:26, bei den Damen Roberta Pedranzini (ITA) mit 2:11:14 Stunden.
Den schmalen Grat zwischen Risiko und Vorsicht konnte bei den Österreichern schließlich Alexander Lugger am besten abwägen, er konnte mit knapp 12 Minuten Rückstand auf den Sieger Platz 19 erreichen, Wolfgang Klocker schaffte Platz 22, Markus Stock landete auf Platz 25. Der erst 21-jährige Thomas Rohringer konnte bei seinem ersten Weltcup- Einsatz mit Platz 37 einen Achtungserfolg einfahren.
Außerordentlich gut unterwegs war Michaela Essl, sie konnte Platz 5 bei den Damen erreichen und brachte damit einmal mehr das beste Ergebnis der Mannschaft bei einem internationalen Bewerb.
In der Gegend rund um Claut wird übrigens 2011 die Weltmeisterschaft der Tourengeher stattfinden, das jetzige Rennen hatte also auch den Vorteil einer eingehenden Beschäftigung mit dem Gelände.











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