Der Drachenwand-Klettersteig im schönen Salzburger-Land gehört mit bis zu 600 Begehungen pro Tag zu den beliebtesten Klettersteigen in Österreich. Der sportINSIDER hat mit Hans Gaßner, dem Initiator dieses Klettersteiges, gesprochen und nachgefragt, wie es zu dieser Idee gekommen ist, welche Schwierigkeiten es gab und warum der Drachenwand Klettersteig so beliebt ist.
sI: Wie ist die Idee zum Drachenwand-Klettersteig entstanden?
Gaßner: Die landschaftlichen Highlights, die gute Verkehrsanbindung durch die Nähe zur Autobahn, die Hängebrücke und der spektakuläre Blick auf den See bieten die perfekten Voraussetzungen. Deswegen gab es die Idee eigentlich schon lange. Leider scheiterte es immer an der Umsetzung. Unter anderem auch bedingt durch den teils brüchigen Fels.
sI: Wen genau wollen Sie mit dem Klettersteig ansprechen?
Gaßner: Eigentlich möchte ich damit eher den alpin eingestellten Bergsteiger ansprechen, da es sich um einen alpinen Steig handelt mit einem Gipfel und grandiosen Ausblicken.
sI: Wie schwierig oder einfach war es, dieses Projekt zu realisieren? Welche Probleme gab es?
Gaßner: Es war zugegebenermaßen schwierig. Der Idee zum Drachenwand- Klettersteig kam scharfer Gegenwind entgegen und hatte viele Skeptiker. Diese denken jetzt aber sehr positiv darüber. Das liegt mitunter auch daran, dass der Steig mit ca. 10.000 Begehungen pro Jahr ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für das Mondsee- Land ist. Die geringe Gipfelhöhe macht es möglich, den Klettersteig 8 Monate im Jahr zu benutzen. Das erklärt auch die 10.000 Begehungen.
sI: Wie viel hat der Klettersteig gekostet und wie kam die Finanzierung zustande?
Gaßner: Der Klettersteig hat 40.000 Euro gekostet, wovon ungefähr die Hälfte ein EU Leaderprojekt war. Der Rest wurde einerseits von privaten Sponsoren und andererseits von Gemeinden und Tourismus finanziert. Die Hängebrücke verschlang zusätzlich noch 9500 Euro.
sI: Eine Frage zur Instandhaltung: wer macht das, wie viel kostet das und wer kommt dafür auf?
Gaßner: Der Klettersteig ist im Besitz der Gemeinde St.Lorenz und hat mich als Sicherheitsexperte verpflichtet jeden Monat ein Protokoll über den Zustand des Klettersteiges abzuliefern und, falls notwendig, auch Reparaturen vorzunehmen. Die Einnahmen aus der Spendenkassa und aus dem Verleih von Klettersteig-Sets decken die Finanzierung dieser Instandhaltung.
sI: Wie profitieren Sie persönlich vom Klettersteig?
Gaßner: Als geschulter Bergführer und Bergretter mache ich gelegentlich Führungen auf den Drachenwand Klettersteig.
sI: Gibt es schon Pläne für neue Klettersteige im Mondsee-Land und – falls ja – wird hierbei auch der Herr Gaßner federführend tätig sein?
Gaßner: Nein. Momentan gibt es von meiner Seite aus keine neuen Pläne für einen weiteren Klettersteig. .
sI: Danke für das Interview!
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